SkyTaxi und Globe Air kooperieren: kostengünstiges Geschäftsflugreisen im Herzen Europas
Mittwoch, 14. April 2010 Bernhard Fragner, Globe Air, und Rolf Seewald, SkyTaxi (v.l.)
Mit der ersten Citation Mustang in Österreich waren Renate Moser und Rolf Seewald Pioniere bei der neuen Generation der kleinen, leichten Geschäftsreiseflugzeuge. Jetzt wird der SkyTaxi-Jet in die Flotte des österreichischen Unternehmens Globe Air eingegliedert und mit vermarktet. Auf einer Pressekonferenz in Friedrichshafen stellten SkyTaxi und GlobeAir ihre neue Zusammenarbeit vor und präsentierten eines der fünf Flugzeuge aus der Flotte. Das gemeinsame Ziel: hochwertiges und doch kostengünstiges Geschäftsflugreisen im Zentrum Europas zu ermöglichen.
Renate Moser, Rolf Seewald, SkyTaxi bei der Pressekonferenz
Eigentlich war der Auftakt wie bestellt, denn nachdem die Vertreter von Globe Air mit dem Linienflug anreisten, weil ihre Flugzeuge ausgebucht waren, blieben sie auf dem Weg zur Pressekonferenz auf der unfallbedingt verstopften Autobahn stecken. Das wäre mit dem direkten Flug an den Bodensee nicht passiert. Renate Moser und Rolf Seewald überbrückten die Wartezeit, indem sie ihre Seite der neuen Zusammenarbeit erläuterten. „Mit der ersten Citation Mustang waren wir Pioniere in Österreich und haben das SkyTaxi aus Vorarlberg vermarktet. Das Interesse an dem neuen, kleinen Jet war groß und die Preiskalkulation machte seinen Einsatz attraktiv”, berichtet Renate Moser. „Doch gerade mit den Problemen in der Vermarktung nur eines Flugzeuges sind wir über rund 250 Flugstunden im Jahr nicht hinausgekommen, was deutlich unter der Ertragsgrenze liegt.”
Rolf Seewald führte aus: „Ich habe mich schon immer für den neuen Jet interessiert und als einer der ersten in Europa die Mustang bestellt. Nach der Zulassung in den USA habe ich sie auch selbst nach Europa geflogen. Mit seinem Konzept war SkyTaxi etwas komplett Neues: mit einem deutlich günstigeren Preisniveau konnte man die Vorzüge eines exklusiven Flugzeuges genießen. Ab dem ersten Tag ihres Einsatzes operiert das Flugzeug problemlos und Cessna hat damit einen Jet gebaut, auf den man sich verlassen kann.”
Rolf Seewald, SkyTaxi, und Bernhard Fragner, Globe Air (v.l.)
„Globe Air ist seit über zwei Jahren auf dem Markt. Überall dort, wo unsere Kunden ablegen wollen, steht einer unserer Jets in der Nähe, damit fallen Leerflüge oftmals ganz weg oder minimieren sich.” Bernhard Fragner, der Chef von Globe Air, erklärte noch leicht atemlos von der gehetzten Anreise das Konzept seines Unternehmens, das soviel Anklang gefunden hat, dass man bald neue Flugzeuge der Flotte zu führen wolle. „Wir glauben an das Konzept einer einheitlichen Flotte und freuen uns darauf, jetzt fünf Mustangs im Einsatz zu haben. Durch die Zahlen sehen wir unsere Überlegungen bestätigt: bei den Flügen nehmen wir 1,5 Passagiere mit und die durchschnittliche Flugzeit liegt bei etwas mehr als einer Stunde. Damit ist das Flugzeug ein tolles Produkt für den europäischen Markt.”
In ihrem Geschäftsmodell sind sich die neuen Partner einig: Skytaxi und GlobeAir bieten eine wirtschaftliche Alternative zu Linienflügen, welche sparsamen Managern hilft sowohl ihre Reisekosten als auch ihren Zeitplan zu optimieren. „Schon ab vier Personen sind die Preise vergleichbar mit denen eines regulären Businessclass Tickets, allerdings gepaart mit allen Flexibilitätsvorteilen eines Privatjets,“ rechnet Renate Moser vor, die im Marketing des Skytaxi viele Erfahrungen gesammelt hat. „Der Kunde bestimmt, wann und wo er abfliegen möchte oder ob er auf seiner Reise einen Zwischenstopp einlegen will. Dadurch ist es möglich, mehrere Termine an einem Tag wahrzunehmen, Mitarbeiterkosten und Spesen zu sparen und die Produktivität des Unternehmens zu erhöhen.
Fragner, Moser Seewald (v.l.)
Für die Zukunft ist Bernhard Fragner trotz der schwierigen Situation optimistisch: „Als österreichisches Unternehmen sind wir in einer sehr guten geographischen Position. Wir können ganz Europa bedienen, auch wenn gegen unsere anfänglichen Annahmen doch rund 80 Prozent des Geschäftsaufkommens aus Westeuropa kommt. Unsere Kunden erwarten von uns hohe Flexibilität, auch bei kurzfristigen Buchungen, und hohe Qualität, die wir mit einer einheitlichen Flotte besser bieten können. Es freut uns besonders, dass wir SkyTaxi von einer Zusammenarbeit überzeugen konnten. Es war eine tolle Chance, diesen neuen Partner gefunden zu haben. Seit wenigen Tagen ist die Mustang vom SkyTaxi nun komplett in unsere Flotte integriert.”
Auf der Basis des anhaltenden Erfolgs wird die Flotte von Globe Air weiter ausgebaut. Im Juni kommen schon die nächsten zwei Mustangs und insgesamt ist der Ausbau auf 13 eigene Flugzeuge geplant, mit dem SkyTaxi könnten dann 14 Flugzeuge eingesetzt werden. „Eine finanzielle Verflechtung zwischen den beiden Unternehmen gibt es bisher nicht,” betonte der Chef von Globe Air. „Als Aktiengesellschaft haben wir einen Aufsichtsrat und wir haben die Einladung an die Familie Moser Seewald ausgesprochen, darin eine Position einzunehmen.”
Janin Fischer im Cockpit der Citation Mustang
Nach der Pressekonferenz konnte auf dem Vorfeld des Flughafens Friedrichshafen die Mustang von SkyTaxi auch besichtigt werden, währenddessen die bisherigen Betreiber und die neuen Geschäftspartner vor dem Business Jet für die Presse posierten. Natürlich wurden auch das Cockpit und der Innenraum mit seinen vier bequemen Sitzen besichtigt. Janina Fischer, frühere ‚Miss Intersky‘ und jetzt angehende Lufthansa Pilotin, setzte sich hinter den Steuerknüppel des kleinen Jets und war von seinem modernen Cockpit begeistert.
www.skytaxi.at
www.globeair.at |
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